Zum Wildberger Schäferlauf gehört unbedingt die Präsentation des Hütens von Schafen mit ausgebildeten Hütehunden. Normalerweise findet hierfür das Leistungsshüten des Landesschafzuchtverbandes am Samstagmorgen auf dem Sulzer Eck statt. Aufgrund von Hitze und Trockenheit musste hier jedoch kurzfristig umgeplant werden. 

Wegen der ungünstigen Witterung lässt die Vegetation in der Umgebung zu wünschen übrig. Für die Schafe bedeutet das, dass sie nur wenig Futter am Sulzer Eck vorfinden. Für den ersten Teilnehmer des Leistungshütens wäre das vielleicht noch kein Problem, für die folgenden jedoch schon. Denn beim Hüten bleiben die Tiere auch mal stehen, fressen, kommen zur Ruhe und der Hütehund hat die Gelegenheit, die Herde zusammenzuhalten und „in Form“ zu bringen – beispielsweise, um die Schafe durch das enge Gehüt zu führen. Wenn die Tiere jedoch kein Futter am Boden finden, sagt ihnen ihr Instinkt, dass sie weiterlaufen und woanders Gras suchen sollen. Dadurch wären die Teilnehmer des Leistungshütens, die später am Vormittag an der Reihe wären, deutlich im Nachteil.

Außerdem werden für das Leistungshüten Linien und Grenzmarkierungen in das Gras gemäht. An ihnen orientiert sich vor allem der Hütehund. Leider ist gar nicht genug Bewuchs vorhanden, als dass abgemähte Streifen erkennbar wären.

Da bei diesen Bedingungen kein fairer Wettbewerb möglich wäre, hat der Landesschafzuchtverband in Abstimmung mit der Stadt entschieden, anstelle eines Leistungshütens ein Schauhüten zu veranstalten. Interessierte dürfen sich also wie gewohnt auf eine Präsentation traditioneller Hütekunst am Sulzer Eck freuen. Das Organisationsteam entwickelt zudem gerade noch ein ergänzendes Programm, welches den Besuch am Sulzer Eck genauso lohnend machen wird wie in Vorjahren.

Der restliche Wildberger Schäferlauf ist von diesem „Futterproblem“ nicht betroffen.

 

Das Programm beim Schauhüten 

Das Programm am Sulzer Eck beginnt um 8 Uhr mit der Bewirtung durch den TSV Wildberg. Die Sonderbusse fahren ab 8.40 Uhr zum Gelände, sodass Besucher pünktlich um 9 Uhr oben sind. Denn um 9.30 Uhr wird das Schauhüten beginnen. Herbert Schaible aus Dachtel, mehrfacher Gewinner des Leistungshütens und dank seines pinken Mantels auch immer gut erkennbar, wird seine Fähigkeiten zusammen mit seinem Hütehund zeigen. Moderiert wird die Vorführung von Harald Höfel, langjähriger und erfahrener Richter beim Leistungshüten. Besucher erhalten dadurch einen realistischen Einblick in den Alltag eines Schäfers. Anschließend haben sie im Rahmen einer Fragestunde die Möglichkeit, sich noch weiter zu informieren.

Für Unterhaltung sorgt die bekannte und beliebte Weilheimer Lomba-Kapelle. Natürlich wird auch das Festbier, das sogenannte Määh-Bier, ausgeschenkt. Die Sonderabfüllung aus der Hochdorfer Kronenbrauerei gehört zum Wildberger Schäferlauf einfach dazu. Die Organisatoren laden alle dazu ein, einen gemütlichen Vormittag am landschaftlich wunderschönen Sulzer Eck zu verbringen.