Wenn Zehntausende Besucher für vier Tage nach Wildberg kommen, dann wollen sie nicht nur die traditionellen und modernen Elemente des Schäferlaufs genießen. Sie wollen auch gemütlich zusammensitzen, essen und trinken. Dafür steht das große Festzelt zur Verfügung, das von örtlichen Vereinen bewirtet wird. Während des Schäferlauf-Wochenendes – dieses Jahr vom 17. bis zum 20. Juli – kommen hierfür einige Arbeitsstunden und zahlreichen Schichten zusammen.
Organisiert wird die Zusammenarbeit der Vereine in einer Vereinsgesellschaft. Federführend verantwortlich ist seit 2024 Michael Ostertag, zweiter Vorsitzender beim TSV Wildberg. Bisher ist er zufrieden mit dem Stand der Planungen. Die Ehrenamtlichen orientieren sich an Listen, auf denen genau notiert ist, was bis wann erledigt sein muss. Einzelne Themenbereiche werden von unterschiedlichen Arbeitsgruppen betreut. Derzeit laufe die Abfrage für die Besetzung der Schichten bei den teilnehmenden Vereinen. Das sind 2026 der TSV Wildberg, der VfB Effringen, der SV Schönbronn, der SV Gültlingen und der Schwarzwaldverein Wildberg. Erstmals unterstützt auch die Flugsportvereinigung Wächtersberg die Freiwilligen an Grill und Zapfhahn. So wird die Lücke gefüllt, welche die nicht mehr beteiligte Trachtengruppe und der SV Sulz am Eck hinterlassen. „Ich bin optimistisch, dass wir das wieder hinbekommen“, so die Einschätzung von Michael Ostertag. Zumal sich 2026 wieder die Wildberger Kirchengemeinde um Kaffee und Kuchen kümmert. Hier war 2024 die Vereinsgesellschaft zusätzlich zu ihren regulären Diensten eingesprungen.
Bisher haben sich die Vereine zu drei Besprechungen getroffen. „Jetzt wird es etwas intensiver“, weiß Michael Ostertag. Neben dem Füllen der Arbeitslisten steht derzeit das Einholen der Angebote für die Lieferung der Lebensmittel im Fokus. „Wir halten uns da an unsere lokalen Anbieter“, erklärt Michael Ostertag. Zum einen wolle man die örtlichen Unternehmen unterstützen, zum anderen sei man dann flexibel und könne auch kurzfristig noch etwas nachkaufen, wenn es ausgehe. „Das ist mittlerweile ein
Selbstläufer.“
Dennoch ist bis zum Schäferlauf-Wochenende noch einiges zu tun. Eine Woche vorher wird es nochmal sportlich, dann bauen die Ehrenamtlichen nämlich das Zelt auf. Eine Woche nach dem Schäferlauf bauen sie dieses auch in Eigenregie wieder ab. Die „Hauptarbeit“ steht aber natürlich während des eigentlichen Schäferlaufs an, wenn die hungrigen Gäste kommen.

